Verehrter Gast,
erleben sie in unserm Gasthof schöne Stunden und reisen Sie mit uns in die gute alte Zeit.

 


Unser Gasthof wurde 1861 eröffnet und besteht nun schon 150 Jahren.


Wenn wir ehrlich sind zu uns selbst, müssen wir zugeben,

dass wir alle in Sachen Essen zu kurz kommen in dieser stressigen Zeit.
Die abgehetzte Frau sitzt ihrem müden Mann gegenüber, die Kinder zappeln herum und im Fernsehen läuft die dritte Wiederholung eines alten Filmes. Weltweit schlechte Nachrichten gehören zu unserem Leben wie Hamburger. Konserven, Tiefkühlkost und Tütensuppen.
Alles ist praktisch und hilfreich, weil es fix gehen soll. Unsere Uroma würde uns wohl beneiden. Strom, Gas, immer heißes Wasser ist für uns selbstverständlich.
1861 holte man das Wasser aus dem Öffentlichen Brunnen. Der wurde im Winter mit Pferdemist abgedeckt. damit er nicht zufror.

Bis Mitte des 18. Jahrhunderts badete man äußerst selten, aus Angst, das Wasser könnte die Poren verstopfen und zum Tode führen oder die Pest übertragen.

Es kam vor, dass man sich ein Leben lang nicht wusch.
In Adelskreisen wurde großzügig mit Parfüm umgegangen. Bei Hofe dominierte die französische Küche. Es gab Besteck, Geschirr aus Silber, Porzellan und Glas.

Im Bürgertum benutzte man Teller aus Steingut und Zinn.

Die armen Leute hingegen aßen mit den Fingern aus einer gemeinsamen Schüssel.

Da auch Bauernfamilien nicht wohlhabend waren,

schliefen die Eltern eng gedrängt mit vier Kindern in zwei Betten.

Die Kinder mußten schon sehr früh arbeiten.
Weite Schulwege, überfüllte Klassen und arme Eltern, die auf die Hilfe der
Kinder angewiesen waren, führten dazu, die alten Maßstäbe beizubehalten.

Feldarbeit ging generell dem Schulbesuch vor.

Wichtige Voraussetzung, man war im Winter im Besitz von Schuhen.

Auch den Kindern aus den Arbeiterfamilien ging es nicht besser.

Damit Miete und Essen bezahlt werden konnten, mussten auch

Frauen und Kinder im Alter von 10 Jahren bis zu 4 Stunden in der Fabrik arbeiten.

Kinder galten nicht mehr als Segen, sondern nur noch als zu teuer, stressig und zeitaufwendig.Dadurch gingen die Familienwerte total verloren.





 


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